Lydia Drontmanns Arbeiten auf Papier bewegen sich stilistisch zwischen Zeichnung und Malerei. Sie besitzt die Fähigkeit, mit wenigen Strichen das Typische eines Menschen, die Essenz eines Gedankens wiederzugeben, ohne dabei an der Oberfläche zu verharren. Die farbliche Ausgestaltung unterstreicht die inhaltliche Aussage. Ein typisches Detail betont das Skizzenhafte: oftmals verwendet sie Karteikarten als Bildträger.
Lydia Drontmann arbeitet in Zyklen. Ein Thema, das sie sich stellt oder in dem sie einem Motto folgt, wird von verschiedenen Seiten beleuchtet und untersucht, wird unter unterschiedlichen Aspekten betrachtet und in die für die Malerin und Zeichnerin typische Bildsprache übersetzt. Zu den Vorüberlegungen zu einem künstlerischen Thema gehört nicht nur die Annäherung an die bildlichen Möglichkeiten. Lydia Drontmann begleitet zahlreiche Werkzyklen mit eigenen Texten, in denen ihre ebenso profunde wie individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema zum Ausdruck kommt. Neben den Arbeiten auf Papier stellt sie Objekte her, bzw. kombiniert Malerei und Zeichnung mit dazu gehörigen Objekten.
Die Themenkreise, in denen ihre Arbeiten anzusiedeln sind, befassen sich mit gesellschaftlichen, politischen, sozialen, religiösen, biografischen und allgemein menschlichen Fragestellungen.
Mit der Ausarbeitung dieser Themen geht sie ernsthaft um, ohne jedoch den Humor zu vernachlässigen, der auch für den Betrachter ihrer Arbeiten deutlich sichtbar ist und den Arbeiten eine angenehme Leichtigkeit verleiht. "Wenn ich über ein Werk lachen kann, ist das ein Zeichen, dass es gerade beginnt, gut zu werden."
©Sigrid Blomen Radermacher M.A. |